Markus Hubenschmid – Wissenschaftsjournalist, Slavist und Ehemann von Ursula Cantieni

Markus Hubenschmid

Markus Hubenschmid ist ein deutscher Wissenschaftsjournalist, promovierter Slavist und ausgebildeter Yogalehrer. Öffentlich bekannt wurde sein Name vor allem durch die Ehe mit der Schauspielerin Ursula Cantieni, die am 15. August 2023 in Baden-Baden starb. Hubenschmid bestätigte ihren Tod gegenüber dem SWR.

Sein genaues Geburtsdatum und sein Alter sind öffentlich nicht dokumentiert. Keine der verfügbaren Primärquellen – weder IMDb, der Berufsverband der freien Yogalehrer (BdfY) noch die Publikationsverzeichnisse seiner wissenschaftlichen Arbeiten – nennt ein Geburtsjahr. Mehrere deutschsprachige Websites, die Altersangaben zu Markus Hubenschmid veröffentlichen, geben keine überprüfbare Originalquelle an.

Akademische Laufbahn: Von der Slavistik zum Journalismus

Markus Hubenschmid trägt den akademischen Grad Dr. phil. Seine wissenschaftliche Arbeit lässt sich über zwei Buchveröffentlichungen im Verlag Otto Sagner (München) belegen, die beide in der Reihe „Slavistische Beiträge” erschienen. 1993 veröffentlichte er „Genus und Kasus der russischen Substantive: Zur Definition und Identifikation grammatischer Kategorien” als Band 21 der „Vorträge und Abhandlungen zur Slavistik”. Die Publikation wird in der Fachwelt bis heute zitiert. 1998 folgte „Text und Handlungsrepräsentation: Ein Analysemodell politischer Reden am Beispiel V. I. Lenins” in den Slavistischen Beiträgen.

Diese Veröffentlichungen ordnen Hubenschmid als Sprachwissenschaftler mit Schwerpunkt auf russischer Grammatik und politischer Textanalyse ein. Sie bilden zugleich den wahrscheinlichen Hintergrund seiner Promotion, auch wenn die verleihende Universität in den verfügbaren Quellen nicht genannt wird.

Chef vom Dienst der SWR-Wissenschaftsredaktion

Von 2002 bis 2016 war Hubenschmid nach eigener Angabe Chef vom Dienst der Fernseh-Wissenschafts-Redaktion des Südwestrundfunks. Diese Angabe findet sich in seinem Profil auf der Website des Yogastudios Körperspüren anlässlich eines Workshops im März 2019 sowie im Verzeichnis des BdfY. Auf IMDb ist er als Mitwirkender der SWR-Sendung „Odysso – Wissen entdecken” (seit 2005) und der ARD-Sendung „[W] wie Wissen” (seit 2003) verzeichnet – beides Wissenschaftsformate, die zur Redaktion passen, in der er tätig war.

Über seine genaue Funktion bei diesen Sendungen – ob als Redakteur, Filmautor oder in einer anderen Rolle – liefern die verfügbaren Quellen keine näheren Angaben. „Odysso” wurde 2023 durch das Doku-Format „SWR Wissen” abgelöst. Hubenschmid war zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren nicht mehr beim SWR tätig.

Die Ehe mit Ursula Cantieni

Markus Hubenschmid und die Schauspielerin Ursula Cantieni heirateten 1998. Das belegen übereinstimmend IMDb, der Wikipedia-Eintrag zu Cantieni und die SWR-Mitteilung zu ihrem Tod. Cantieni war seit 1994 als Bäuerin Johanna Faller in der SWR-Serie „Die Fallers” bekannt und gehörte von 2003 bis 2022 zum Rateteam der Sendung „Sag die Wahrheit”.

Im Dezember 2022 berichtete die Bild-Zeitung ausführlich über das gemeinsame Leben des Paares in Baden-Baden. Cantieni erzählte dort, dass sie und ihr Mann rund fünf Jahre zuvor ein denkmalgeschütztes Haus aus dem Jahr 1741 in Baden-Baden gekauft und vier Jahre lang renoviert hätten. Im April 2021 seien sie eingezogen. „Wir haben einen schönen Yoga-Raum in unserem Haus. Mein Mann gibt Yoga-Kurse, ich mache dreimal die Woche mit”, sagte Cantieni dem Blatt.

Gemeinsam absolvierte das Paar eine mehrjährige Ausbildung zum Yogalehrer, die laut dem Wikipedia-Eintrag zu Cantieni 2019 abgeschlossen wurde. Beide erhielten die Qualifikation über 700 Stunden beim BdfY.

Ursula Cantieni starb am 15. August 2023 nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren in Baden-Baden. Hubenschmid bestätigte ihren Tod gegenüber dem Sender. Der SWR änderte daraufhin sein Programm und zeigte unter anderem die Dokumentation „Ursula Cantieni – Die Frau hinter Johanna Faller”.

Ashtanga Yoga in Baden-Baden

Hubenschmid ist als Yogalehrer beim Berufsverband der freien Yogalehrer und Yogatherapeuten (BdfY) unter der Adresse Burgstraße 3, 76530 Baden-Baden, registriert. Die Schule trägt den Namen „Ashtanga Yoga Baden-Baden” und bietet nach den Angaben des BdfY Kurse für Anfänger und Mittelstufe im traditionellen Ashtanga Yoga (1. Serie) an.

Bereits im März 2019 trat Hubenschmid gemeinsam mit Cantieni bei einem Yoga-Workshop im Studio Körperspüren in Nürtingen auf. Sein Programm trug den Titel „Die Energie ins Fließen bringen – loslassen!” und befasste sich mit Blockaden in Hüfte, Becken und unterem Rücken. Im Verzeichnis des BdfY wird seine Schule weiterhin geführt.

Was öffentlich nicht bekannt ist

Neben dem fehlenden Geburtsdatum sind auch Angaben zu Hubenschmids Herkunftsort, Eltern und möglichen Kindern in öffentlich zugänglichen Quellen nicht bestätigt. Der Nachname Hubenschmid kommt im Raum Friedingen bei Singen (Hohentwiel) vor – dort existiert ein Alfred-Hubenschmid-Weg, benannt nach dem Heimatforscher Alfred Hubenschmid. In einem Sammelband zur Friedinger Geschichte von 1990 erscheint unter den Autoren ein „Hubenschmid, Alfred”. Ob eine familiäre Verbindung zu Markus Hubenschmid besteht, geht aus den Quellen nicht hervor.

Mehr Blogs: Amelie Wnuk

Quellen: IMDb – Markus Hubenschmid | SWR – Nachruf Ursula Cantieni | Wikipedia – Ursula Cantieni | BdfY – Schulverzeichnis | Bild – Interview Dezember 2022 

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