Viviane Elisa Maria Clarin – Die Pumuckl-Enkelin, die Günther Jauch bei „Wer wird Millionär?” überraschte

Viviane Elisa Maria Clarin

Als Viviane Clarin am 7. September 2026 auf dem Ratestuhl von „Wer wird Millionär?” Platz nahm, ahnte Günther Jauch nicht, wen er vor sich hatte. Erst bei der 4.000-Euro-Frage, als die Kandidatin ihre Cousine Dr. Theresa Clarin als Telefonjoker anrufen wollte, wurde der Moderator hellhörig: „Haben Sie was mit dem Pumuckl von Hans Clarin zu tun?” Die Antwort verblüffte ihn sichtlich: „Das war mein Opa.” Die RTL-Redaktion hatte den familiären Hintergrund ihrer Kandidatin offenbar nicht auf dem Zettel.

Viviane Elisa Maria Clarin ist die Enkelin des 2005 verstorbenen Schauspielers und Synchronsprechers Hans Clarin, der als Stimme des Pumuckl Generationen von Kindern prägte. Ihre Mutter ist die Schauspielerin Irene Clarin, ihr Vater der im Februar 2026 verstorbene Charakterdarsteller Lambert Hamel. Beruflich hat sie sich bewusst gegen das Rampenlicht entschieden: Viviane Clarin arbeitet als Redakteurin, Texterin und Content-Spezialistin in München.

Was bei „Wer wird Millionär?” geschah

Die Folge vom 7. September 2026 auf RTL brachte Viviane Clarin aus Markt Schwaben gleich mehrfach ins Gespräch. Sie war die einzige Kandidatin, die die Auswahlfrage zu Sepp Herbergers Fußball-Weisheiten korrekt beantwortete – in 5,64 Sekunden. „Was? Nur eine Frau? Ich glaub’s ja nicht”, staunte Jauch.

Auf dem heißen Stuhl löste sie die ersten Fragen routiniert, nutzte bei der 1.000-Euro-Frage zu roten Eichhörnchen den Publikumsjoker und bei der 4.000-Euro-Frage den Telefonjoker. An der 16.000-Euro-Frage scheiterte sie: Gefragt war, wer sich im Februar in den exklusiven Kreis der EGOT-Gewinner eingereiht hatte. Ihr Zusatzjoker aus dem Publikum vermutete Hans Zimmer – richtig wäre Steven Spielberg gewesen. Viviane Clarin fiel auf 500 Euro zurück.

Neben dem Quiz sorgte ihr ungewöhnliches Hobby für einen denkwürdigen Moment: Lachyoga. Sie erklärte Jauch die Technik des grundlosen Lachens als Methode zum Stressabbau und führte gemeinsam mit dem Moderator und dem gesamten Studiopublikum eine Übung vor. Jauch wirkte dabei sichtlich wenig überzeugt.

Aufgewachsen bei der „geschiedenen Frau Clarin”

In der Sendung erzählte Viviane Clarin offen von ihrer Familiengeschichte. Ihren Großvater Hans Clarin habe sie persönlich gekannt – er lebte, bis sie etwa 17 oder 18 Jahre alt war. Hans Clarin starb am 28. August 2005 im oberbayerischen Aschau im Chiemgau.

Überraschend war ihr Eingeständnis, dass sie selbst weniger mit dem Pumuckl aufgewachsen sei als andere Kinder ihrer Generation. Der Grund: Sie verbrachte viel Zeit bei ihrer Großmutter Irene Reiter, Hans Clarins erster Ehefrau. „Die war die geschiedene Frau Clarin und die wollte nicht so gerne an Pumuckl erinnert werden”, erklärte sie Jauch – und erschrak dann selbst über ihre Offenheit: „Oh Gott, ich pack hier Sachen aus!”

Hans Clarin war dreimal verheiratet und hatte fünf Kinder. Aus seiner ersten Ehe mit Irene Reiter gingen drei Töchter hervor, darunter die Schauspielerin Irene Clarin – Vivianes Mutter.

Die Frage nach der KI-Stimme des Pumuckl

Günther Jauch sprach in der Sendung auch die aktuelle Nutzung von Hans Clarins Stimme an. In der Serie „Neue Geschichten vom Pumuckl” wird die Stimme des Kobolds mittels KI-Sprachsynthese nachgebildet – ein Verfahren, dem die Erben zugestimmt haben. Viviane Clarin bestätigte, dass in der Familie darüber diskutiert worden sei. Ob sie selbst daran verdiene, verneinte sie. Sie sei sich nicht einmal sicher, ob die Generation ihrer Mutter Einnahmen daraus erhalte – und falls doch, gehe es wohl nicht um große Beträge.

Eltern: Irene Clarin und Lambert Hamel

Vivianes familiärer Hintergrund reicht tief in die deutsche Theatergeschichte. Ihre Mutter Irene Clarin gehörte von 1977 bis 2002 zum Ensemble der Münchner Kammerspiele und spielte dort unter Regisseuren wie Peter Zadek, Dieter Dorn und Luc Bondy. Im Fernsehen wurde sie durch Serien wie „Derrick”, „Der Alte” und „Pfarrerin Lenau” bekannt.

Die Identität ihres Vaters hielt Irene Clarin lange geheim. Erst 2005 bestätigte sie in der Zeitschrift Neue Post, dass der Schauspieler Lambert Hamel Vivianes Vater ist. Hamel, der ebenfalls an den Münchner Kammerspielen engagiert war, sei damals bereits verheiratet gewesen. Er stehe als Vater in der Geburtsurkunde und zahle Unterhalt, berichtete Irene Clarin damals, doch einen persönlichen Kontakt zu seiner Tochter habe es nie gegeben. Lambert Hamel starb am 13. Februar 2026 in München im Alter von 85 Jahren. Ob sich das Verhältnis zwischen Vater und Tochter in den Jahren vor seinem Tod verändert hatte, ist öffentlich nicht bekannt.

Irene Clarin hat laut Wikipedia zwei Töchter. Neben Viviane zeigen Bildagentur-Archive eine Tochter namens Bernadette bei gemeinsamen Auftritten mit ihrer Mutter.

Studium und beruflicher Weg abseits der Bühne

Viviane Clarin schlug keinen Schauspielweg ein. Nach eigenen Angaben auf ihren Berufsprofilen studierte sie von 2006 bis 2011 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaft, Italienische Philologie und Komparatistik und schloss mit einem Magister Artium ab. Ein Auslandssemester verbrachte sie 2008/2009 an der Sapienza-Universität in Rom. Kurz zuvor hatte sie eine Regiehospitanz an den Münchner Kammerspielen absolviert – dem Haus ihrer Eltern.

Nach dem Studium folgten Praktika beim Bayerischen Rundfunk und beim Focus-Magazin, freie journalistische Arbeit für die Münchner Abendzeitung und eine Phase als Texterin für muenchen.de. Seit Januar 2013 arbeitet sie bei der Münchner Videoagentur how2 AG, zunächst als Senior Video Creative und Autorin, seit März 2020 als Online-Redakteurin und Marketing-Verantwortliche. Daneben ist sie freiberuflich als Texterin, Copywriterin und Ghostwriterin tätig.

Bei „Wer wird Millionär?” stellte sie sich als „Redakteurin und Texterin für Content Marketing in einer Videoagentur” vor. Ihr Verlobter saß im Studio, ihre sieben Monate alte Tochter wartete hinter den Kulissen.

Ein Silberner Delphin in Cannes

Beruflich am sichtbarsten wurde Viviane Clarin durch die 3sat-Dokumentarserie „Auf den Spuren von Odysseus”. Die how2 AG produzierte dafür 14 Animationsclips, die Homers Odyssee in kurzen illustrierten Episoden nacherzählten. Bei den Cannes Corporate Media & TV Awards 2016 gewannen diese Clips einen Silbernen Delphin. Die offizielle Preisträgerliste des Festivals führt Viviane Clarin als Regisseurin des Beitrags. Roger Brunner, damals Teamleiter Reiseserien bei 3sat, nannte in einer SRF-Medienmitteilung „das Team von how2 um Stefan Huber, Viviane Clarin und den Illustrator Frank Schmolke”.

Mehr Blogs: Katja Krasavice

Quellen: RTL – Wer wird Millionär? Originalfragen 7. September 2026 | Stuttgarter Zeitung | SRF Medienmitteilung – Silberner Delphin | Presseportal / Neue Post (2005) | Wikipedia – Hans Clarin

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