Melanie Olmstead: Wer war die Frau hinter der Widmung in „Yellowstone“?

Melanie Olmstead

Melanie Olmstead war eine Filmschaffende aus Utah, die hinter der Kamera arbeitete, vor allem als Fahrerin im Transportation Department und in der Location-Betreuung. Bekannt wurde ihr Name durch die Erfolgsserie „Yellowstone“. Am Ende des Finales der zweiten Staffel erscheint die Einblendung „In memory of Melanie Olmstead 1968–2019“.

Viele Fans waren davon überrascht, denn Olmstead stand nie vor der Kamera und taucht im Abspann der Serie auch nicht offiziell auf. Die Widmung erklärt sich vermutlich über ihre langjährige Arbeit an Filmsets in Utah, wo die ersten Staffeln von „Yellowstone“ gedreht wurden, und über eine Verbindung zu Serienschöpfer Taylor Sheridan.

Die Widmung im Staffelfinale „Sins of the Father“

Die zehnte Folge der zweiten Staffel trägt den Titel „Sins of the Father“ und wurde im August 2019 ausgestrahlt. Darin laufen mehrere Handlungsstränge zusammen. Kayce Duttons Sohn Tate wird im Auftrag der Brüder Malcolm und Teal Beck entführt, und John und Kayce Dutton gehen gewaltsam gegen die Becks vor, um den Jungen zu befreien.

Nach diesem dramatischen Höhepunkt folgt vor dem Abspann eine schlichte Texttafel mit Olmsteads Namen und ihren Lebensdaten. Da sie weder in der Besetzung noch in der offiziellen Crew-Liste der Serie steht, begannen Zuschauer im Netz nachzuforschen, wer sie war. Bis heute taucht diese Frage in Fan-Foren und Medienberichten immer wieder auf.

Melanies Laufbahn hinter der Kamera

Nach Angaben von MovieWeb wurde Melanie Olmstead am 15. November 1968 geboren und stammte aus Salt Lake City. Ihren ersten Filmcredit erhielt sie im Jahr 2000 als Location-Assistentin beim Thriller „Primary Suspect“ mit William Baldwin und Lee Majors. Danach wechselte sie in die Transportabteilung. Ab 2004 ist sie in vielen Produktionen als Fahrerin verzeichnet. Zu ihren Aufgaben gehörte es unter anderem, Schauspieler zwischen Hotel, Basislager und Set hin- und herzufahren.

Ihre Filmografie umfasst große Studioproduktionen ebenso wie kleinere Independent-Filme, die überwiegend in Utah gedreht wurden. Dazu gehören Disneys „John Carter“ (2012), das Remake von „Point Break“ (2015), Ari Asters Horrorfilm „Hereditary“ (2018), der Survival-Thriller „Frozen“ (2010) sowie „Darling Companion“ und „Joe Bell“. Im Fernsehen arbeitete sie unter anderem an „Snatchers“ und „Andi Mack“. Ihr IMDb-Profil führt sie in den Bereichen Transportation Department und Location Management.

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Die Verbindung zu Taylor Sheridan und „Wind River“

Die wahrscheinlichste Erklärung für die Widmung führt zu „Wind River“ (2017). Taylor Sheridan hat den Thriller geschrieben und inszeniert, und er gilt als sein Durchbruch als Regisseur. Mehreren Berichten zufolge war Olmstead bei diesem Film die persönliche Fahrerin von Hauptdarsteller Jeremy Renner. Gedreht wurde „Wind River“ größtenteils in Utah, also in der Region, in der Olmstead fast ihre gesamte Karriere verbracht hatte.

Laut MovieWeb verband Sheridan und Olmstead seit diesen Dreharbeiten eine persönliche und berufliche Beziehung. Auch „Yellowstone“ wurde in den ersten drei Staffeln stark in Utah produziert, unter anderem in den Utah Film Studios in Park City. Ihre Ortskenntnis und ihre Erfahrung an Sets dürften für die Produktion deshalb wertvoll gewesen sein.

Hat Melanie Olmstead an „Yellowstone“ mitgearbeitet?

Das lässt sich nicht eindeutig belegen. Einige Websites schreiben, Olmstead sei bei der Serie für Transport und Locations zuständig gewesen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber nicht. Slashfilm weist darauf hin, dass im Abspann der ersten beiden Staffeln Morgan Asdel als Transportation Coordinator genannt wird. TVLine hält es für möglich, dass Olmstead an der Serie beteiligt war, ohne im Abspann zu stehen.

Außerdem soll sie mit Pferden gearbeitet haben, die bei Ranch- und Rodeoszenen eingesetzt wurden. Auch das ist nicht offiziell bestätigt. Gut belegt ist dagegen, dass sie Pferde ihr Leben lang liebte. Ihre Social-Media-Beiträge zeigen das deutlich. Gerade deshalb wirkt eine Widmung in einer Serie über Ranchleben und Pferde besonders passend.

Tod und Todesursache

Melanie Olmstead starb am 25. Mai 2019 in Salt Lake City im Alter von 50 Jahren. Eine Todesursache wurde nie öffentlich bekannt gegeben. Damaligen Berichten zufolge war sie etwa zwei Jahre lang krank, Einzelheiten dazu gibt es jedoch nicht. Angaben zu einer bestimmten Krankheit, die gelegentlich im Netz kursieren, sollte man daher mit Vorsicht betrachten.

Das Staffelfinale mit ihrer Widmung lief rund drei Monate nach ihrem Tod. Olmstead ist nicht die einzige Person, die „Yellowstone“ auf diese Weise geehrt hat. Die Serie erinnerte auch an andere verstorbene Wegbegleiter, etwa an den Gebiss- und Sporenmacher Billy Ray Klapper. Anders als Klapper hatte Olmstead allerdings keinen Auftritt vor der Kamera. Dass ein Produktionsteam an jemanden erinnert, der nirgends offiziell genannt wird, sagt viel darüber aus, wie sehr sie bei denen, die mit ihr gearbeitet haben, geschätzt wurde.

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