Susanne Steiger ist nicht gestorben. Es gibt keine Todesursache, weil es keinen Todesfall gibt. Die Schmuck-Expertin aus der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ ist wohlauf und hat die kursierenden Gerüchte persönlich dementiert. Wer nach ihrer „Todesursache“ sucht, landet bei Videos, die einen tödlichen Autounfall, eine Krebserkrankung oder zuletzt einen Schlaganfall behaupten – allesamt frei erfunden und darauf angelegt, Klicks und Werbeeinnahmen zu erzeugen.
Was die Fake-Videos behaupten
Im Netz, vor allem auf YouTube, kursieren mehrere makabre Clips über die Händlerin. Einer trägt den Titel „Susanne Steiger 1982 – 2005: An Kopfverletzung und Blutverlust gestorben“ und erzählt von einem Unfall mit ihrem Porsche auf der Autobahn A61 Richtung Koblenz. Ein anderes Video erfindet eine geheime Krebserkrankung, wieder eines beruft sich auf einen angeblichen internen Polizeibericht und einen Zusammenbruch. In mehreren Clips werden sogar erfundene Trauerworte von Moderator Horst Lichter sowie angebliche letzte Wünsche Steigers in den Mund gelegt. Inzwischen kursiert zusätzlich eine Variante, die einen plötzlichen Schlaganfall im Alter von 42 Jahren behauptet.
Die Versionen widersprechen sich in Datum, Ort und Todesart. Keine nennt eine überprüfbare Quelle. Erstellt werden sie häufig mithilfe künstlicher Intelligenz, die Stimmen, Bilder und dramatische Erzählmuster täuschend echt nachbaut.
Steiger hat selbst reagiert: „Ja, ich lebe“
Die Händlerin meldete sich auf Instagram direkt zu Wort. „Nach dem zwanzigsten besorgten Anruf, unendlich vielen Mails und letztendlich dem Klingeln an meiner Haustüre und den Fragen, ob ich noch lebe: Ja, ich lebe“, sagte sie. Sie habe weder einen schweren Verkehrsunfall erlitten noch leide sie an Krebs. Ihr klarer Appell: „Lasst euch nicht in die Irre führen – das sind alles Fake News.“
Wie es Susanne Steiger aktuell geht
Steiger, geboren am 9. Oktober 1982 in Aachen, gehört seit 2014 zum Händlerkreis von „Bares für Rares“ und ist weiterhin fester Bestandteil der Sendung, die montags bis freitags im ZDF läuft. Beruflich arbeitet sie als selbstständige Juwelierin und ist als Schmuck- und Diamantenfachfrau gefragt. Auf ihren eigenen Kanälen ist sie regelmäßig aktiv – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Todesmeldungen jeder Grundlage entbehren.
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Eine Masche, die reihenweise „Bares für Rares“-Stars trifft
Steiger ist kein Einzelfall. Dieselbe Methode traf zuvor bereits Horst Lichter sowie die Händler Fabian Kahl und Wolfgang Pauritsch. Nach und nach werden die bekannten Gesichter der Sendung im Internet für tot erklärt.
Der Grund ist Geld. „Todesmeldungen von Prominenten sind für weite Teile der Bevölkerung interessant“, erklärte die Rechtsanwältin Nadine Meßmer gegenüber BILD im Fall Horst Lichter. Je beliebter ein Star, desto häufiger wird er zur Zielscheibe: Pro tausend Klicks lassen sich mit solchen Videos rund zwei Euro verdienen. Die Betroffenen bitten ihre Fans deshalb immer wieder, die Clips zu melden und nicht weiterzuverbreiten.
Wer also auf eine vermeintliche Todesnachricht über Susanne Steiger stößt, kann sie ignorieren und melden. Es gibt keine Todesursache – nur eine erfundene Geschichte, die auf Klicks aus ist.
Quellen: Berliner Kurier | Wikipedia | Filmstarts
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