Wer nach Swentja Krumscheidt sucht, landet meist über den Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller bei ihr. Dabei ist Krumscheidt vor allem selbst eine etablierte Theaterregisseurin und Schauspieldozentin. Geboren 1968 in Köln – damit 2026 im Alter von 57 oder 58 Jahren, je nach Geburtstag – inszeniert sie seit Mitte der 1990er-Jahre an Bühnen in ganz Deutschland und hat in Vorpommern einen zweiten beruflichen Schwerpunkt aufgebaut.
Vom Germanistikstudium zur freien Regisseurin
Nach dem Abitur studierte Krumscheidt Germanistik, Sprachwissenschaften, Geschichte und Dramaturgie. Den praktischen Einstieg fand sie ab Mitte der 1990er-Jahre als Regieassistentin am Schauspielhaus Bad Godesberg; ihr Agenturprofil nennt zusätzlich eine Regiehospitanz am Schauspielhaus Bonn.
Aus der Assistenz wurde eine eigenständige Laufbahn als freischaffende Regisseurin. Krumscheidt inszenierte Theaterstücke und Musicals unter anderem an den Bühnen der Stadt Gera, am Landestheater Altenburg, am Theater Naumburg und am Theater Lüneburg. Zu ihren jüngeren dokumentierten Arbeiten zählt die Inszenierung von Michel Decars Tragikomödie „Jenny Jannowitz“ am Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz.
Leitung der Schauspielabteilung an der Theaterakademie Vorpommern
Parallel zur Regie arbeitet Krumscheidt als Dozentin – unter anderem an der Comödie Dresden, an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und an der Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz. Dort übernahm sie die Leitung der Abteilung Schauspiel. Dem Nordkurier sagte sie, sie wolle „ein bisschen frischen Wind“ durch neue Workshops und Gastdozenten hineinbringen, und bezeichnete die Insel-Ausbildung als „Erfolgskonzept“, dessen Absolventen meist eine Festanstellung an deutschen Theatern fänden.
Köln, Usedom, Wolgast: ein zweiter Schwerpunkt an der Ostsee
Krumscheidt wuchs in Köln auf, lebt nach eigenen Angaben aber seit rund zwanzig Jahren auf der Insel Usedom. 2024 trat sie in einer neuen Rolle in Erscheinung: Für das Stadtjubiläum „Wolgast 900“, mit dem an die erste urkundliche Erwähnung des Ortes vor 900 Jahren erinnert wird, arbeitete sie laut Ostsee-Zeitung befristet für ein Jahr als Projektmanagerin. Gemeinsam mit Innenstadtmanager Martin Schneider koordinierte sie das Festprogramm, darunter einen „Tanz in den Mai“, eine Wolgast-Krimi-Lesereihe und eine Streetart-Ausstellung mit großformatigen historischen Fotos. Ob sie nach dem befristeten Jahr weiterarbeiten konnte, ist öffentlich nicht dokumentiert; sie äußerte lediglich die Hoffnung, die Tätigkeit fortzusetzen.
Verheiratet oder liiert? Was die Quellen zur Beziehung sagen
Der häufigste Suchanlass bleibt die Verbindung zu Andreas Schmidt-Schaller, dem aus „SOKO Leipzig“ bekannten Schauspieler. Hier widersprechen sich die Quellen: Die deutschsprachige Wikipedia führt beide seit 1995 als „liiert“, während IMDb von einer Ehe seit 1995 spricht und Bildagenturen wie Getty Krumscheidt als „Ehefrau“ bezeichnen. Ob es sich formal um eine Ehe oder eine langjährige Lebenspartnerschaft handelt, ist damit öffentlich nicht eindeutig belegt. Schmidt-Schaller selbst sprach von einer „Ost-West-Verbindung“.
Aus der Beziehung stammt der gemeinsame Sohn Matti Schmidt-Schaller, 1996 geboren, der ebenfalls als Schauspieler arbeitet. Berufliche Berührungspunkte gab es auch auf der Bühne: Beim Leipziger Sommertheater 2010 spielte Schmidt-Schaller den Eduard in Goethes „Wahlverwandtschaften“ unter der Regie seiner Partnerin.
Zu Vermögen oder Einkommen von Swentja Krumscheidt liegen keine belastbaren öffentlichen Angaben vor. Kursierende Zahlen auf Biografie-Portalen lassen sich auf keine überprüfbare Originalquelle zurückführen.
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Quellen: Wikipedia | Nordkurier | Ostsee-Zeitung | Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz
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